Das eigene Haus selbst bauen und bares Geld sparen

Das eigene Haus selbst bauen und bares Geld sparen

Das eigene Haus selbst bauen und bares Geld sparen

Wenn Ihr ein Hausbau plant, kommen hohe Kosten auf Euch zu. Für die meisten Menschen ist es die größte Ausgabe, die sie in ihrem Leben tätigen. Um Geld zu sparen, kann es sich anbieten, wenn Ihr selbst bei dem Bau Hand anlegt. Bei dieser „Muskelhypothek“ spart Ihr die Kosten für das Gehalt von Handwerkern und Co.

Welche Leistungen könnt Ihr  beim Hausbau selbst tragen, was benötigt eine Abnahme von Fachkräften und in welchem Umfang lohnt sich das Selbstbauen?

Vor dem Hausbau: Was könnt Ihr Euch leisten?

Vor dem Hausbau steht zunächst die Planungs- und Entscheidungsphase an. Was Ihr in dieser festlegen könnt, hängt davon ab, wie viel Budget Ihr habt. Die Höhe des Geldes, das Ihr für den Hausbau ausgeben könnt, wird in der Regel durch einen Kredit bestimmt.

Die Höhe des Darlehens, das Ihr Euch mit den Zinskonditionen leisten könnt, wird wiederum durch Eurer Eigenkapital vorgegeben. Je mehr Eigenkapital Ihr in das Darlehen einbringen könnt, desto attraktiver werden die Bedingungen, wie die Höhe der Zinsen. Damit verringert sich der Endbetrag, den Ihr für das Haus ausgebt.

  • Hier wird die Eigenleistung relevant, die Ihr für den Hausbau einplant. Wer selbst baut, kann dies als Eigenkapital anrechnen lassen und damit bessere Kreditkonditionen erhalten.

Ein Baufinanzierungsrechner, beispielsweise unter https://www.BauFi24.de/bauzinsen/, hilft Euch dabei, die aktuell verfügbaren Darlehen mit Eurem Eigenkapital und anderen Wünschen, wie der Laufzeit und der Höhe der Tilgungsraten, abzugleichen und das beste Angebot zu finden.

Haus selbst bauen – Was heißt das?

Wenn man davon spricht, dass man ein Haus selbst bauen möchte, können damit unterschiedliche Dinge gemeint sein.

  • Für viele hängt damit sofort das Bild zusammen, dass man selbst Hand anlegt und die möglichen angestellten Handwerker ersetzt.
  • Da die wenigsten Privatpersonen die Erfahrung und Kenntnisse haben, selbst die komplexen Arbeiten bei einem Hausbau durchzuführen, wird der Begriff oft nur umgangssprachlich genutzt. Für diese Menschen bedeutet der Begriff, dass sie den Hausbau eigenhändig organisieren, statt den Prozess einem Bauunternehmen zu überlassen.

Aufgrund der steigenden Baukosten können sich beide der Strategien für Euch lohnen.

Privater Bauherr als Organisator

Wenn Ihr die Planung des Baus selbst übernehmt, erstellt Ihr ein Leistungsverzeichnis und eine Bauausschreibung. Mit einem detaillierten Leistungsverzeichnis könnt Ihr die besten Angebote von Dienstleistern für Ihren Hausbau ermitteln.

Dieses Leistungsverzeichnis veröffentlicht Ihr mit einer Ausschreibung des Auftrags auf entsprechenden Plattformen. Dort gebt Ihr vor, zu welchen Preisen und Bedingungen Ihr den Auftrag für die Errichtung Ihres Hauses vergebt. Firmen können sich dann mit ihrem Angebot auf die Ausschreibung bewerben. So erhaltet Ihr eine vergleichbare Übersicht der verfügbaren Dienstleister und ihrer Preise.

Privater Bauherr in der Praxis

Wer im Heimwerken geschickt ist, kann wortwörtlich selbst Hand anlegen, wenn man baut. Habt Ihr das entsprechende Fachwissen, könnt Ihr einen großen Teil der Bauaufgaben selbst übernehmen. Nur wenige Dinge müssen dabei von Experten über- oder abgenommen werden.

Selbst Bauen – Was kann man selbst leisten?

In Deutschland kann man kein vollständiges Haus in Eigenregie bauen. Ein Neubau ist genehmigungspflichtig. Viele Unterlagen, wie:

  • ein Genehmigungs- oder Einreichplan
  • Baubeschreibungen
  • ein Energieausweis
  • die statische Vorbemessung
  • und vieles mehr

müssen durch eine befähigte Person unterzeichnet werden. Dazu sind hierzulande Architekten und eingetragene Bauingenieure befugt. Es gibt in manchen Bundesländern auch weitere Bauvorlageberechtigungen für andere Berufsgruppen. Sie sind nicht einheitlich geregelt und müssen selbst erfragt werden.

Zudem müssen:

  • Heizungsanlagen mit Kamin von einem Schornsteinfeger und
  • Elektroinstallationen von einem Elektriker

abgenommen werden. Spätestens für die Abnahme ist die Zusammenarbeit mit Profis also Pflicht. Aber auch davor eignet es sich unter Umständen, lieber auf Fachkräfte zurückzugreifen.

Wann lohnt sich das Selbst-Bauen nicht?

Wenn Ihr Euer Haus selbst bauen wollt, ist es besonders wichtig, dass Ihr Eure Eigenleistung realistisch einschätzt. Bei manchen Bauschritten ist es einfacher, sich das Fachwissen in kurzer Zeit anzueignen und durch die Leidenschaft für das eigene Haus eine entsprechend gute Leistung zu bringen.

Andere Bauschritte sind so wichtig für die Qualität des Hauses, dass sie besser Fachleuten überlassen werden. Die folgenden Gründe deuten darauf hin, dass man das Haus nicht alleine bauen kann/sollte:

  • Mangelnde Erfahrungen – Dienstleister bringen den Vorteil mit sich, dass sie das Fachwissen und die Verbindungen haben, die einen Bau erfolgreich und reibungslos gestalten. Sie können Abläufe und Arbeitskräfte leicht organisieren und erhalten oft Rabatte für Materialkosten, da sie Dinge in größeren Mengen bestellen.
  • Mangelnde Fähigkeiten – Für Euren Hausbau ist es unabdingbar, dass dabei so wenig Mängel wie möglich entstehen. Wenn Ihr Arbeitsschritte in dem praktischen Bau nicht zu 100 % versteht und darin nicht geübt seid, helfen auch Dinge wie YouTube-Anleitungen wenig. Die beste Qualität erhaltet Ihr in der Regel durch Fachkräfte, die durch ihre Erfahrung wissen, worauf man achten muss.
  • Fehlendes Werkzeug – Die Dienstleister besitzen bereits die passende Ausrüstung. Vor allem schweres Gerät und Spezialwerkzeuge sind dabei hilfreich. Als Privatperson müsst Ihr diese erst ausfindig machen und Geld ausgeben, um sie zu kaufen oder zu leihen.

Fazit

Wer selbst Hand anlegt, kann durch die Muskelhypothek das Eigenkapital erhöhen, wenn man einen Kredit aufnimmt. Dadurch erhaltet Ihr bessere Zinskonditionen und könnt Euch Kosten für Gehälter von Fachkräften sparen.

Dabei ist es aber wichtig, die Eigenleistung realistisch einzuschätzen. Im Vergleich zu Fachkräften mangelt es Privatpersonen in der Regel an den Verbindungen, dem Werkzeug und dem Fachwissen, um ein mängelfreies Haus zu bauen. Auch wenn die Leistung, die Ihr selbst bringt, qualitativ hochwertig ist, müsst Ihr auch beachten, dass es Euch mehr Zeit und Aufwand kostet als professionelle Unternehmen. Diese Mühe kann höhere Geldausgaben wert sein, um sie einzusparen.

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