Patchworkdecke aus Stoffresten nähen

Patchwork-Decke-selber-naehen-Anleitung-Hand im Glück

Patchworkdecke aus Stoffresten nähen

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Quiltpakete zu kaufen, die es im Handel gibt, ergibt für mich keinen Sinn. Baumwollstoffe sammeln sich schnell mal an, vor allem wenn man öfter näht. Zur Not tun es auch abgelegte Kleidungsstücke. Die bekommen so eine neue Chance oder geliebte Erinnerungsstücke können so auch sehr gut verarbeitet werden.

Wer gerne in Second Hand Läden stöbert, kann dort auch Ausschau nach Stoffresten oder Kleidung mit schön gemusterten Baumwollstoffen suchen.

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Die Stoffquadrate habe ich nicht mit einem teuren Rollschneider zugeschnitten, sondern ganz simpel mit Dingen, die jeder zuhause hat: Aus einem Kartonstück in den Maßen 12 x 12 cm. Die Ecken sollten dabei besondere Sorgfalt erfahren, damit die Stoffquadrate nachher auch wirklich zusammenpassen. Wer sich den Arbeitsschritt des Versäuberns sparen möchte, kann die Stoffquadrate gleich mit einer Zackenschere zuschneiden.

Die fertige Decke sollte 140 x 200 cm messen, also rechnete ich aus, dass ich 280 Quadrate benötigen würde.

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Und so geht’s

  1. Ihr legt das Kartonquadrat auf den Stoff und zeichnet die Umrisse mithilfe der Schneiderkreide nach.
  2. Mit der Zickzackschere werden die Stoffquadrate dann zugeschnitten.
  3. Wenn die gewünschte Menge Stoffquadrate (abhängig von der gewünschten Größe der Decke) zugeschnitten ist, legt ihr sie in beliebiger Reihenfolge am Boden auf. Puzzelt solange mit euren Quadraten, bis euch die Anordnung gefällt.
  4. Danach werden die Stoffquadrate jeweils reihenweise auf einen Stapel gelegt. Wenn ihr mehrere Stapel habt könnt ihr diese auch mit kleinen Notizzetteln durchnummerieren.
  5. Nun werden die einzelnen Stoffquadrate einer Reihe aneinander genäht. Achtet darauf, dass die Nahtzugabe immer exakt gleich ist. Viele Nähmaschinen haben ein Lineal eingeprägt. Das hilft die 1cm-Nahtzugabe exakt abzunähen. Habt ihr so ein Hilfsmittel nicht, könnt ihr euch an der Nähfüsschenbreite orientieren. Die Nahtzugabe ist dann allerdings etwas schmaler als berechnet und eure Decke wird wahrscheinlich etwas größer als kalkuliert.
  6. Wenn ihr mehrere fertige Streifen habt, bügelt ihr die einzelnen Nahtzugaben auseinander.
  7. Nun geht es ans Zusammennähen der Streifen. Dazu müssen die Ecken jeweils genau aufeinanderliegen. Das Ganze könnt ihr dann am Besten mit Stecknadeln fixieren und nähen.
  8. Sind alle Streifen zusammengenäht ist euer „Top“ fertig. Das Top wird mit dem Volumenvlies/der Steppdecke und der Rückseite zusammengenäht. Wer zum einfassen Schrägband verwendet, legt nun die Teile genauso übereinander, wie sie später als fertige Decke erscheinen sollen (hier müsst ihr also nix wenden – die rechten Seiten leigen jeweils nach außen und das Volumenvlies liegt in der Mitte). Das Vlies wird nun noch auf die richtige Größe zugeschnitten, danach kommt das Schrägband als Abschluss drum herum.
  9. Verwendet ihr kein Schrägband ist das Zusammenlegen ein bisschen komplizierter. Ihr legt die Teile wie folgt aufeinander: Volumenvlies, Rückseite (rechte Seite nach oben), Patchwork-Top (rechte Seite nach unten). Danach näht ihr mit 1 cm Nahtzugabe die 3 Teile zusammen. Wichtig ist, dass ihr an einer Ecke eine ca. 15 cm breite Wendeöffnung offen lasst. Die Decke wird dann durch diese Öffnung auf die richtige Seite gewendet. Die Öffnung wird danach mit dem Leiterstich geschlossen. Wer mag, kann die fertige Decke nun noch 1 cm breit vom Rand entfernt absteppen.

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Material:

  • Kartonzuschnitt 12 x 12 cm
  • Schneiderkreide
  • Zickzack Schere
  • Nähgarn
  • Baumwollstoffreste
  • unifarbener Baumwollstoff für die Rückseite
  • Volumenvlies oder günstige Steppdecke
  • Nähmaschine

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