Tipps & Tricks – Wie designe und nähe ich ein Sommerkleid?

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Tipps & Tricks – Wie designe und nähe ich ein Sommerkleid?

Sommerkleid selbst designen und nähen

Wenn endlich der Sommer da ist und die Temperaturen in die Höhe klettern, werden statt der langen Hosen nun luftige hübsche Sommerkleider getragen. Wenn ihr keine Kleider von der Stange tragen möchtet, könnt ihr mit passenden Stoffen, Schnittmustern und Nähanleitungen auch euer individuelles Kleid nähen. Dies ist nicht schwer, macht Spaß und schafft Unikate, die nicht jeder trägt. Im folgenden Ratgeber wird erläutert, welche Stoffe verwendet werden können, welche Materialien benötigt werden und wie das Kleid genäht wird.

Welche Stoffe sind dafür geeignet, ein Kleid zu nähen?

Wenn die Temperaturen steigen, sollten es natürlich sommerliche Stoffe sein, beispielsweise feine Baumwolle oder Viskosestoffe. Diese leichten, weichen Stoffe sind sehr beliebt und ein tolles Material für wunderschöne Sommerkleider. Sie liegen geschmeidig auf der Haut, verfügen über einen hohen Tragekomfort und sind sehr pflegeleicht. Im Trend liegen seit vielen Jahren florale Viskose Stoffe. Sie verbreiten gute Laune und Lebensfreude. Sie eignen sich sowohl für die Freizeit als auch den Beruf oder festliche Anlässe. Zu beachten ist lediglich, dass ihr Blümchenmuster nicht mit anderen Mustern kombiniert, beispielsweise mit Streifen oder Karos.

Welche Ausrüstung benötigt ihr, um Kleider selber zu nähen?

Das Wichtigste ist natürlich die Nähmaschine. Daneben werden noch eine Stoffschere, Schneiderkreide, ein Bügeleisen, am besten mit Bügelbrett sowie Nadel und Faden benötigt. Oftmals sind noch Verschlüsse wie Reißverschlüsse, Knöpfe oder Häkchen erforderlich. Ganz nach Wunsch könnt ihr auch noch Dekorationselemente wie Pailletten nutzen. Anfängerinnen sollten außerdem mit einem Schnittmuster arbeiten. Auf einem großen Bogen dünnes Papier sind die einzelnen Bestandteile des Sommerkleides aufgezeichnet. Mitgeliefert wird eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie das Kleid zusammengefügt wird. Hobby-Schneider, die erstmalig selber nähen möchten, sollten sich zunächst einmal an einem einfachen Modell versuchen. Am einfachsten sind gerade Schnitte ohne Abnäher, Raffungen, Rüschen oder Volants.

Wie wird das Kleid genäht?

Damit das Kleid nach dem Waschen auch noch passt, solltet ihr den Stoff waschen, bevor er zugeschnitten wird. Danach wird das Schnittmuster mit der Schneiderkreide abgezeichnet und der Stoff für das Kleid zugeschnitten. Bei Anfängern sollte es aus wenigen Teilen bestehen. Der Stoff wird so gefaltet, dass die Schnittmuster für die vorderen und hinteren Seiten an den Faltenbruch gelegt werden können. Die Schnittmuster werden mit den Stecknadeln festgesteckt und dann wird der Stoff ausgeschnitten. Folgende Nahtzugaben müsst ihr dazu geben:

– am unteren Saum zwei Zentimeter
– an den Ärmelausschnitten ein Zentimeter
– am Halsausschnitt ein Zentimeter
– an allen anderen Kanten ein halber Zentimeter

Danach werden das Vorder- und Rückenteil des Sommerkleides rechts auf rechts übereinander gelegt und die Kanten der Schultern und Seiten mit den Stecknadeln zusammengesteckt. Die Seiten- und Schulternähte werden mit einer Overlocknaht geschlossen. Eine normale Naht genügt nicht, da sie bei dehnbaren Stoffen reißen und sich wellen kann. Abnäher helfen dabei, das Kleid nach der Anprobe der Figur individuell anzupassen. Damit es am Ärmelausschnitt optimal anliegt, werden die Brustabnäher abgesteckt und mittels Naht geschlossen. An der Außenkante wird begonnen und nach innen läuft die Naht aus. Die Abnäher werden nach unten gebügelt. Auch die Länge und Weite des Kleides könnt ihr noch verbessern. Zum Schluss wird der Saum des Kleides genäht. Die offene Seite wird hierfür zwei Mal zwei Zentimeter nach links umgeschlagen und der Umschlag abgesteppt. Die Schnittkanten versäubert ihr mit breiten großen Zickzackstichen.

Hier findet ihr alle bisherigen „Nadel & Faden“-Anleitungen bei Hand im Glück.

Fazit

Dies waren die besten Tipps, wie ihr ein Sommerkleid selbst designen und nähen könnt. Was vielleicht gerade etwas schwierig klingt, ist in der Praxis einfacher, als viele glauben. Kleider ohne Ärmel sind grundsätzlich leichter zu nähen als mit Ärmel. Das Gleiche gilt für figurbetonte Kleider mit vielen Abnähern. Eine Schneiderpuppe kann dabei helfen, das Kleid exakt auf die eigene Figur abzustimmen. Eine Ausnahme bilden Kleider aus elastischen Stoffen, denn sie passen sich automatisch der Figur an. Es gibt eine sehr große Auswahl an verschiedenen Schnittmustern mit Anleitung. Anfänger sollten ansonsten zunächst einmal mit einem locker sitzenden Sommerkleid beginnen.

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